So liest man
iCanPiano Style lesen
iCanPiano Style ist eine Art, Klaviermusik zu schreiben, die flüssiges Lesen erleichtert. Wer Klaviernoten lesen kann, liest iCanPiano Style in wenigen Minuten.
Augennoten statt Kreuze und Bs
Es gibt keine Kreuze, Bs oder Auflösungszeichen. Stattdessen ist eine Note auf einer schwarzen Taste eine Augennote: ein Notenkopf, halb schwarz und halb weiß, wie ein Auge, das nach links oder rechts schaut.
- Fis: rechte Hälfte schwarz. Spielen Sie die schwarze Taste rechts von F.
- B: linke Hälfte schwarz. Spielen Sie die schwarze Taste links von H.
Viertel, Halbe und Ganze behalten ihre gewohnte Form: Der Rhythmus liest sich genau wie zuvor.
Weiße Tasten brauchen nichts
Ist ein Notenkopf nicht halb schwarz und halb weiß, ist es eine weiße Taste. Deshalb gibt es keine Auflösungszeichen.
Die Note zeigt, wo sie auf der Tastatur liegt
Dis und Es sind dieselbe schwarze Taste. Die schwarze Hälfte der Augennote zeigt zur schwarzen Taste neben der weißen Note, auf der sie steht: Das Bild in den Noten passt zum Bild unter Ihren Händen.
Kreuze und Bs auf weißen Tasten
Ces, Fes, Eis und His werden auf weißen Tasten gespielt. Dafür gibt es zwei Ausgaben:
- Komponisten-Ausgabe: Die Note behält ihre originale Schreibweise, mit einer Augennote, die nach oben (B) oder unten (Kreuz) schaut. Harmonisch korrekt.
- Spieler-Ausgabe: Die Note wird als die weiße Taste selbst geschrieben (aus Fes wird E). Leichter zu spielen, aber nicht die Schreibweise des Komponisten.
Die Vorzeichnung nennt die Tonart
Die Vorzeichnung bleibt, gezeichnet mit Augennoten. Sie nennt die Tonart; zum Bestimmen einer Note brauchen Sie sie nie, denn jede schwarze Taste ist bereits markiert.
Probieren Sie es
Lesen Sie dieselben Takte von J. S. Bach in normaler Notenschrift und in iCanPiano Style.
Warum es funktioniert
In der normalen Notenschrift braucht jede Note einen zweiten Gedanken: Steht sie in der Vorzeichnung, hat ein Versetzungszeichen sie früher im Takt verändert? Mit beiden Händen zugleich ist das langsam und ermüdend.
Das Einzige, was ein Pianist immer sicher weiß, ist, ob eine Taste schwarz oder weiß ist; man spürt es sogar unter den Fingern. Augennoten zeigen genau das, dort wo Sie hinschauen.
Wenn sich schwarze Tasten von weißen abheben, wird das Lesen schneller und die Fehler werden weniger, schon ab dem ersten Stück.